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Manta ray

Mantarochen
(Manta birostris)

Mantas galten früher als gefährlich, aber heute wissen wir, dass sie harmlose, sanfte Riesen sind und für unsere Ozeane äußerst wichtig sind. Im 18. und 19. Jahrhundert kursierten unter Seeleuten alle möglichen Horrorgeschichten über Mantas, die zu dieser Zeit wahrscheinlich aufgrund ihres Aussehens und ihrer Größe als „Teufelsfisch“ bezeichnet wurden.

Sie sind bei Tauchern beliebt und die meisten Mantarochen tolerieren die Nähe von Menschen.

Im Gegensatz zu anderen Rochenarten haben sie keinen giftigen Widerhaken am Schwanz. Mantarochen verbleiben normalerweise in den oberen Schichten der Wassersäule, wo sie sich von ihrer Beute ernähren können, aber anscheinend ruhen sie nahe am Meeresboden.

Allgemeine Infos

Größe der erwachsenen Tiere: 5-8 Meter Länge; Spannbreite bis zu 7 Meter.

Nahrung: Hauptsächlich Plankton, aber auch kleine Fische.

Lebenszyklus und Verhalten: Geschlechtsreif werden die Tiere mit etwa 5 Jahren; Tragzeit rund 13 Monate; Jungtiere sind dann bereits über 1,50 Meter breit und rund 10 kg schwer. Ovovivipar: Weibchen entlassen lebende Jungtiere, die sich in der Bauchhöhle der Mutter aus Eiern entwickelt haben und dort geschlüpft sind. Sie gehören damit zu den lebend gebärenden Fischen.

Lebensraum und Verbreitung: Weltweit in tropischen bis gemäßigten Meeren; nördliche Verbreitungsgrenze liegt bei den Azoren; südlich kommen sie bis Südafrika und Neuseeland vor. In der Regel bevorzugen sie Küstengewässer in der Nähe von Riffen oder Felsküsten, auch Upwelling- Zonen (Küstenbereiche, an denen nährstoffreiches Tiefenwasser an die Wasseroberfläche gelangt); ozeanische Inselgruppen.

Spezifische Erkennungsmerkmale: Dunkelgraue Oberseite; helle bis weiße Unterseite; sehr breiter Kopf mit endständigem Maul, an beiden Seiten lange Kopflappen, mit denen sie planktonreiches Wasser an ihr Maul führen. Gelegentlich springen sie aus dem Wasser, was evtl. Teil des Paarungsverhaltens ist; während andere Rochen sich wellenförmig mit einem Flossensaum fortbewegen, schlagen Mantarochen mit ihren langen Flossen ähnlich wie Vögel und gleiten elegant durch das Wasser. An ihrer Haut findet man fast immer Schiffshalterfische (Ektoparasiten), die dem Rochen jedoch keinen Schaden zufügen.

Systematische Einteilung: Knorpelfische; Familie Adlerrochen, Unterfamilie: Teufelsrochen

Bedrohungen: Die Tiere geraten oft in Fischernetze (Treib- und Stellnetze; Thunfischfang) und werden in manchen Ländern sogar gejagt. Ihr Fleisch gilt als lokale Spezialität, ihre Leber ist ölreich, aus ihrer Haut werden Schleifmittel gefertigt. Aufgrund der sehr langsamen Reproduktionsrate und der Bejagung in Teilen der Verbreitungsgebiete sind die Mantarochen in ihrem Bestand verletzlich. Ein weiteres Problem stellt mittlerweile die weit verbreitete Verschmutzung der Küstengewässer dar.

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