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a blurry image of a fish

Kurzflossen-Grindwal
(Globicephala macrorhynchus)

Grindwale sind sehr soziale Tiere, mit einer matriarchalen Ausrichtung. Die Bindung zwischen den Mitgliedern einer Herde ist stark, meistens bleiben sie zusammen, wobei sich verschiedene Altersstufen und Geschlechter mischen. Es können sich allerdings auch mehrere Gruppen zusammenschließen und dann Schulen von bis zu über 100 Individuen bilden.

Manchmal trifft man sie zusammen mit anderen kleinen Walarten an, bosonders mit großen Tümmlern. Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich die Wale bei ihren Tauchgängen nach Nahrung sehr schnell bewegen, daher werden sie auch “Geparden der Meere” genannt.

Auch der sehr ähnliche Langflossen-Grindwal (Globicephala melas), auf See nicht vom Kurzflossen-Grindwal zu unterscheiden, kommt in den Gewässern um Madeira vor.

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Allgemeine Infos

Weiterer Namen: Kurzflossen Pilotwal, Indischer Grindwal

Größe der erwachsenen Tiere: 4 – 6 m

Nahrung: hauptsächlich Kalmare, auch kleinere Fische.

Verhalten: reiten manchmal die Bugwelle; strecken gerne den Kopf über Wasser und halten Ausschau; Familiengruppen ruhen häufig bewegungslos an der Wasseroberfläche und haben keine Angst vor Booten, wenn diese sich langsam annähern. Die Tiere verbringen lange Ruhepausen an der Oberfläche und ruhen sich von ihren Tauchgängen aus, was als “logging” bezeichnet wird.

Verbreitung: weltweites Vorkommen, gemäßigte bis tropische Gewässer, bevorzugt tiefere Gewässer. 
In gemäßigten bis subpolaren tiefen Gewässern der Südhalbkugel sowie des nördlichen Atlantiks ist der Kurzflossen-Grindwal vertreten.

Madeira: Sie werden oft und ganzjährig beobachtet.

Spezifische Erkennungsmerkmale: Färbung von schwarz bis dunkelgrau. Kräftiger, länglicher Körper. Im Brustbereich heller, herzförmiger Fleck. Abgerundete bis leicht vorgewölbte Stirn. Sichelförmige, nach hinten gebogene, abgeflachte Rückenflosse, die relativ weit vorne ansetzt mit breiter Basis. Kurze Brustflossen, die spitz zulaufen. Große Ähnlichkeit mit dem Langflossen-Grindwal, der jedoch ein anderes Verbreitungsgebiet (eher in kälteren Breiten zu finden ist) hat und längere Brustflossen hat. Beide Arten haben einen starken Blas, der bei ruhiger See gut sichtbar ist.

Systematische Einteilung: Unterordnung: Zahnwale, Familie: Delfine

Bedrohungen: Jahrhunderte lang wurden sie im westlichen Nordpazifik gefangen. In Japan und auf den Färöer – Inseln werden die Tiere nach wie vor getötet.

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