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a close up of a fish

Hammerhai
(Sphyrna zygaena)

Hammerhaie haben ein bizarres Äußeres und sind leicht zu erkennen. Bei den meisten Arten ist die Schnauze extrem verbreitert und gibt dem Kopf ein hammerförmiges beziehungsweise T-förmiges Aussehen. An den äußeren Enden des T sitzen die Augen und ermöglichen einen Panoramarundblick.

Die Schnauze enthält ein hochempfindliches Sinnesorgan (Lorenzinische Ampullen), mit dem sie elektrische Impulse registrieren können.

Hammerhaie kreisen dicht über dem Grund und suchen mit diesem Sensor auch im Boden versteckte Beutefische, die sich vor allem nachts im Sand eingraben. Hammerhaie leben überwiegend in Gruppen (Schulen) zusammen, was für andere Haiarten sehr untypisch ist.

Aufgrund ihrer Größe rechnet man sie zwar zu den „Menschenhaien“, Angriffe auf Menschen sind jedoch äußerst selten. In den Gewässern um Madeira haben wir wiederholt an der Wasseroberfläche ruhende Hammerhaie beobachtet. Meistens sind sie sehr scheu und tauchen schnell ab.

Allgemeine Infos

Größe der erwachsenen Tiere: 250 – 350 cm

Nahrung: kleine Haie und Rochen; Fische; Garnelen, Krebse, Kopffüßler.

Lebenszyklus und Verhalten: Die Tiere werden mit 300 cm Größe geschlechtsreif. Weibchen entlassen etwa 30-40 lebende Jungtiere, die in der Gebärmutter der Weibchen von einer Dottersack – Plazenta versorgt wurden. Hammerhaie gehören damit zu den lebend gebärenden Fischen (vivipar).

Lebensraum und Verbreitung: weltweit in tropischen und subtropischen Meeren; sowohl in Küstennähe als auch im offenen Ozean. In der Regel halten sie sich zwischen 0 und 20 Metern Tiefe auf, können aber auch tiefer tauchen, bis etwa 200 m.

Spezifische Erkennungsmerkmale: charakteristische breite Kopfform; olivgraue oder dunkelgraue Oberseite; weiße Unterseite; die Finnen sind an den Spitzen dunkel bis schwarz gefärbt.

Systematische Einteilung: Knorpelfische (Elasmobranchii; Haie und Rochen); Familie Hammerhaie (Sphyrnidae)

Bedrohungen: Die Tiere ertrinken oft in Fischernetze und werden in manchen Ländern gejagt (Haiflossensuppe). Ihr Fleisch gilt als lokale Spezialität, ihre Leber ist ölreich; aus ihrer Haut werden Schleifmittel gefertigt. Teile der Tiere werden auch in der Chinesischen Medizin verwendet. Sie sind auch Opfer von Seesonarübungen und Umweltverschmutzung.

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