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a blurry image of a fish

Blauwal
(Balaenoptera musculus)

Blauwale zählen zu den größten Tierarten, die jemals auf der Erde existiert haben. Ihr Herz hat die Größe eines VW-Käfers. Alleine die Zunge wiegt schon 4 Tonnen. Ihr Körper ist lang gestreckt, stromlinienförmig und von blau-grauer Färbung.

Das Fleckmuster, das häufig auf Haibisse von Zigarrenhaien zurückzuführen ist, ist variabel und kann zur Identifizierung einzelner Individuen verwendet werden. Der Kopf ist von oben gesehen U-förmig und die Rückenflosse relativ klein und weit zurückgesetzt. Blauwale heben oft ihre Fluke vor dem Tauchen.

Die Tiere sind die größten Vertreter der Furchenwale und besitzen bis zu 80 Kehlfalten, die sich beim Fressen ballonartig dehnen. Mit extrem niedrigen Frequenzen (~ 10 Hz) können Blauwale mit ihren tiefen und lauten Stimmen mit Artgenossen über mehrere Hunderte bis Tausende Kilometer kommunizieren.

Ihre saisonalen Migrationen sind komplex und nicht gut erforscht. Im Winter wandern sie in tropische Gewässer, während sie im Sommer in höhere Breiten ziehen, um sich zu ernähren.

Allgemeine Infos

Größe der erwachsenen Tiere: Nordhalbkugel: bis zu 29 m; Südhalbkugel: bis zu 33 m. Weibliche Tiere werden größer als Männchen.

Nahrung: fast ausschließlich Krill (verschiedene Arten von Krebstierchen)

Verbreitung: Weltweite Verbreitung (außer Mittelmeer; Ostsee). Neigen dazu, alleine oder in kleinen, kurzlebigen Gruppen zu reisen. Manchmal mit Finnwalen vergesellschaftet.

Madeira: Einzeltiere, die in den Frühlingsmonaten angetroffen werden

Besonderheiten: Hoher, gerader Blas bis zu 10 m Höhe. Einzigartiges Fleckmuster; hellblaue bis graue Grundfarbe. Ihre Lebensdauer beträgt wahrscheinlich mehr als 70 Jahre.

Systematische Einteilung: Unterordnung: Bartenwale; Familie: Furchenwale (Balaeonopteridae); zwei Unterarten werden unterschieden: B. m. musculus (Nordhalbkugel) und B. m. intermedia (Südhalbkugel). Es gibt auch eine Zwergblauwalart: B. m.brevicauda (Indischer Ozean).

Bedrohungen: IUCN Status: stark bedroht.
Einige Populationen, wie bspw. der Antarktische Blauwal gelten als vom Aussterben bedroht. Blauwale gehörten zu den ersten Walarten, die stark bejagt wurden. Ihre Zahlen wurden schon früh extrem dezimiert, bis etwa 99 % ihrer eigentlichen Bestandszahlen. Seit 1966 ist die Jagd verboten, jedoch tauchen auf japanischen Märkten immer noch falsch etikettiertes Blauwalfleisch auf. Weitere Gefahren: Schiffskollisionen; Walfang; Verlärmung der Meere und chemische Verschmutzung, Verfangen in Fischernetzen.
 Geschätzter Bestand: Im Nordatlantik gibt es geschätzte einige Hunderte bis zu Tausend Tieren. Weltbestand geschätzt: 10.000 – 25.000 Tiere.

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