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Ein Bayer: "Da habts Ihr fei a ganz a tolles Boot."

Das Boot

Lage

Der Hafen in Funchal ist überfüllt, 47 Schiffe stehen auf der Warteliste für einen Platz. Dort gibt es auch eine Menge an MT Booten, Boote, die turistisch genutzt werden.
Für unsere «Ribeira Brava» haben wir uns den Hafen in Calheta ausgesucht.

Calheta ist ein kleiner Ort an der Südküste, jedoch schon recht westlich. Calheta gehört mit zu den sonnigsten Stellen auf Madeira und neben dem Hafen gibt es einen gelben Sandstand.

Gäste aus dem nahen Ponta do Sol, Ribeira Brava, aber auch allen westlicheren Orten der Insel wie Jardim do Mar, Prazeres oder Paul do Mar erreichen uns bequem mit dem eigenen Mietwagen, per Taxi oder Bus.

Je nach Wetterlage nehmen wir Passagiere auch im Fischerhafen von Paul do Mar oder in der Marina von Lugar de Baixo auf.

Für Gäste aus Funchal besorgen wir für 5 Euro extra einen Transfer nach Calheta und zurück.

Geschichte

Im September 1964 wurde die «Ribeira Brava» in Machico fertiggestellt. Sie diente dem Thunfisch,- und Degenfischfang in Calheta und später auch in Camara de Lobos. Nach 37 Jahren, im Jahre 2001, sollte sie verschrottet werden. Hier tritt nun mein Mann, Rafael Gomes, ins Geschehen und kauft das Boot, ihm noch bekannt aus seiner Kindheit, eines der wenigen alten «chavelha» Boote, die es auf Madeira noch gibt. Kauft es eher aus Sentimentalität als aus Geschäftssinn. Mit den alten Booten verschwindet nämlich auch das Wissen um deren Bauart und später dann geht die alte Fischerkultur verloren.

Was vor 50 Jahren noch das allgmeine Bild in den Häfen und Küstengewässern Madeiras schmückte, die trapezförmigen Segel noch aus uralten Zeiten, sind heutzutage völlig verschwunden. Die «Ribeira Brava» ist das einzige Boot hier auf Madeira, das dieses Segel noch besitzt und einsetzt. Natürlich muss der Wind stimmen.

Besatzung

Rafael Gomes,1960 in Funchal geboren, hat die «Ribeira Brava» 3 Jahre lang in Eigenarbeit wieder neu aufgebaut und ist nun ihr Kapitän.
Er spricht fliessend deutsch und portugisisch, dazu auch englisch und französisch. Er züchtet Orchideen, filosophiert, macht Holz und Metallarbeiten, liebt das Meer und angelt gern.

Senhor Luis, in Camara de Lobos geboren, ist seit über 50 Jahren als Fischer auf dem Meer. Mit seinen wachen Augen entgeht ihm nichts und er ist einer der wenigen Männer, die noch auf die alte Methode zu segeln verstehen.

Claudia Gomes, in Köln geboren, lebt seit 1993 mit ihrer Familie auf Madeira. Sie macht das Handeling rund ums Boot (Kontakte, Werbung, Buchungen…) und hilft manchmal als 2. Skipper aus. Sie spricht, deutsch, englisch und portugisisch. Wale und Delfine sind ihr besonders ans Herz gewachsen.

Filipe Bettencourt, 1980 in Calheta geboren ist seit vielen Jahren Skipper auf verschiedenen Booten. Er spricht sehr gut englisch und natürlich portugisisch. Mit 12 Jahren hat er mit dem Segeln angefangen und arbeitet zZ. als Aushilfsskipper auf der «Ribeira Brava» und für die Escola Nautica.